Unsere Geschichte

Unsere Geschichte

In diesem Jahr feiern wir unser siebzigjähriges Firmenjubiläum. Erinnern Sie sich noch an Ereignisse aus den vergangenen Jahrzehnten oder an die Autos auf den Bildern? Begeben Sie sich mit uns auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte des Unternehmens Fritz Hahn seit 1952.

70 Jahre sind im Zeitgeschehen keine große Spanne. Erst wenn man als Mensch zurückschaut merkt man, dass in der Erinnerung Lücken entstanden sind und eine vollständige Berichterstattung schwerfällt. Dennoch soll hier versucht werden, die Dinge so zu schildern, wie sie in der Erinnerung haften geblieben sind; ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Chronologie und Authentizität. Das kann nur eine subjektive Betrachtung sein. So oder ähnlich ist es gewesen.

Angefangen hat es etwa so …  1952 gründete der Kaufmann Fritz Hahn aus Neumagen an der Mosel in Koblenz, die Firma Fritz Hahn. Das Unternehmerische Ziel der Firma war zunächst die Darstellung des PLEWA Ingenieurbüros und Auslieferungslagers für den Raum Koblenz – Trier- Mainz und Siegen. Fritz Hahn kannte die Firma Plein-Wagner und ihr neuartiges, keramisches PLEWA Schornsteinsystem aus Trier.  Die Speicherer waren vor dem 2. Weltkrieg fahrende Händler, die bespannt oder zum Teil schon motorisiert mit Keramik- oder Tonwaren durch die Lande zogen. Die pfiffigen Eifeler hatten jedoch Ende der Dreißiger Jahre von den „Bunzlauer Rohren“ gehört und dann daraus das dreischalige PLEWA-Schornsteinsystem entwickelt.  Nach dem Krieg begann die Firma Plein-Wagner ein Vertriebssystem für den PLEWA Schornstein in West-Deutschland und West-Berlin aufzubauen und Fritz Hahn war seit 1952 ein Teil der Erfolgsgeschichte.

Aufgesucht und angesprochen wurden alle mit Bauplanung und Bauausführung befassten Architekten oder Planer sowie entsprechende Behörden und Wohnungsbaugesellschaften. Nachdem durch Akquisition der Bedarf geweckt worden war, mussten flächendeckend Auslieferungslager eingerichtet werden. Gleichzeitig waren Montagekolonnen, jeweils zwei bis drei Mann, aufzustellen und auszurüsten. Hierzu standen zunächst in Koblenz eine mittelgroße Lagerfläche mit kleinem Büro zur Verfügung. An Mitarbeiter waren anfänglich 2 technische Angestellte, 3 kaufmännische Angestellte und etwa 8-10 gewerbliche Mitarbeiter vorhanden.

Mit steigendem Bauvolumen und der Umstellung der Heizungsanlagen von feste auf flüssige Brennstoffe (Leichtöl) vollzog sich auch in der Bautechnik der Wandel vom einschaligen zum dreischaligen Schornstein

Die Wiedererlangung der Wehrhoheit ab 1952 und der enorme Bedarf an militärischen Einrichtungen der NATO (Truppenunterkünfte, Flugplätze usw.) brachte die Bauwirtschaft weiter in Schwung, so dass die rege Nachfrage nach PLEWA-Rohren zunächst kaum gedeckt werden konnte. (Abgabe von Teilmengen je Objekt und Geschoss).

Auch die Bauabteilung konnte aufgestockt und erweitert werden. So war die Firma Fritz Hahn besonders im Raum Hunsrück und Eifel, in Bad Kreuznach, Mainz und Idar-Oberstein und Baumholder bei fast allen dort entstehenden Truppenunterkünften, Flugplätzen und sonstigen Objekten meist als Subunternehmer auf dem Sektor Schornsteinbau tätig.

Im Jahre 1954 wurde die Niederlassung Trier eingerichtet, die 1962 aus der Stadtmitte nach Trier-Euren verlegt wurde. Als Nebengewerk wurde ab Ende der 60er Jahre Lieferung und Einbau von Stahlzargen, Türen und Toren aufgenommen. Im Rahmen der technischen Beratung wurde im Land Rheinland-Pfalz die Planung und der Einbau von OMS-Kläranlagen aufgenommen. Ebenso befasste sich die Firma in d-Ieser Zeit mit der Planung und dem verkauf von MüllverbreDnungsanlagen. Da durch die Entwicklung der Firma die Büro- und Lagerverhältnisse in Koblenz zu eng geworden waren, wurde im Jahre 1957 ein weitLäufiges Grundstück in Koblenz, Laubach 6 angepachtet und ein eingeschossiges unterkellertes Bürogebäud~. errichtet. Gleichzeitig wurde die Firma Eduard Fernes, die bisher auf diesem Grundstück Bimssteine produzierte, übernommen und in eine KG umgewandelt. Mit den übernommenen Einrichtungen (Silo, Mischanlagen, Rüttelmaschinen) konnte dann die Entwicklung von Sims-Mantelsteinen bzw. Fertigschornsteinen begonnen werden.

In den 70er Jahren verstärkte sich der Arbeitseinsatz bei freistehenden Stahlbetonschornsteinen für Objekte wie Flugplätze, Krankenhäuser, Schulen und öffentliche Gebäude in RheinlandPfalz. Inzwischen war die Zahl der Mitarbeiter auf 50-60 Personen gestiegen. Gleichzeitig übernahm die Firma Fritz Hahn in Zusammenarbeit mit einer Stahlbaufirma die Planung und Errichtung von freistehenden Stahlschornsteinanlagen. 1965 wurde in Trier-Euren ein größeres Grundstück erworben und ein Büro- und Lagergebäude errichtet

1972 wurde der Hauptsitz der Fritz Hahn GmbH von Koblenz nach Trier verlegt und eine moderne Verwaltung eingerichtet. In Koblenz verblieb eine Niederlassung. Ebenfalls 1972, im September, wurde die FOMAS Mantelsteine GmbH & Co. KG (heute ISOMIT Schornsteinelemente GmbH & Co. KG) gegründet, mit den Gesellschaftern ARAD Ingenieurbüro GmbH, Mülheim, Lenz & Dörrenberg GmbH & Co., Köln, A. Sommer GmbH & Co. KG, Essen und Fritz Hahn GmbH & Co. KG, Trier, die Firma Sommer ist 1999 ausgeschieden; 1996 wurde ein neues Werk in Kettig errichtet. 1974 trat Dipl.-Kfm. Manfred Hahn in das Unternehmen ein, das er vom 1992 bis 2020 als Geschäftsführer leitete.

Seit Mitte der 70er Jahre Kachelöfen und Offene Kamine
Schon Mitte der 70er Jahre wurde der Bau und Vertrieb von Kachelöfen und Offenen Kaminen aufgenommen und besonders im Betrieb Trier eine entsprechende Ausstellung installiert. Mit der Schornsteinsanierung wurde bereits Ende der 60er Jahre ein neues Fachgebiet eingeführt, ab Anfang der 80er Jahre mit starren Schornsteineinsatzrohren. Seit 1968 besteht eine Betriebsstätte in Luxemburg, die sich mit Schornsteinsanierung und -bau befasst und der eine Dachdeckerabteilung angegliedert ist. Übrigens: Das bedeutet bis heute die Mitgliedschaft in 6 Kammern: Trier, Koblenz, München und Luxemburg.

Über das Ausziehverfahren und Einsetzen von Schamotte- biw. flexiblen Edelstahlrohren kam es am 15. 04. 1980 zur Gründung der Firma HAFLEX Maschinenbau GmbH (Hahn flexibel). Dieses Unternehmen stellt Maschinen zur Fertigung von flexiblen Metallrohren her und baut und vertreibt diese Maschinen mit den dazugehörigen verformten Bändern, ausgehend von einer eigenen Betriebsstätte in Trierweiler (b.’Trier) weltweit.
1995 wurde ein Handelsunternehmen in München gegründet, die HAHN Schornsteintechnik GmbH, das in der dortigen Region Schornsteine und Abgasleitungen aus Edelstahl und Kunststoff vertreibt. Am Jahresende 1996 erfolgte der Umzug der Niederlassung Koblenz von Koblenz in das Gewerbegebiet Polch, nachdem auf einem Gelände von etwa 10.000 m2 ein modernes Bürogebäude mit einem 350 m2 großen Kaminstudio und eine Lagerhalle gebaut worden waren. Im Unternehmen sind zu dieser Zeit ca. 50 Mitarbeiter tätig, in aLLen Betrieben ca. 75 bei einer Umsatzgröße von ca. 15 Mio Euro. Seit 1995 ist im gesamten Unternehmen ein QualitätsmanagementSystem nach DIN EN ISO 9002 eingeführt. Die Zertifizierung erfolgte am 18. 12. 1996 durch den TÜV Rheinland.